Arbeiten? Wer darf was?

Wie ist das jetzt mit der Beschäftigung von AsylwerberInnen, Asylberechtigten, Subsidiär Schutzberechtigten?

Inzwischen hätten ja einige schon passende (Klein)Jobs und würden schon irrsinnig gern arbeiten – wenn nicht alles so kompliziert wäre! Eine kurze Zusammenfassung der derzeit rechtlichen Möglichkeiten für eine legale Beschäftigung von AsylwerberInnen, Asyl- und Subsidiär Schutzberechtigten findet ihr hier. Einige Infos findet ihr  auch auf dieser AMS-Broschüre. Bitte fragt aber in jedem konkreten Fall noch bei den betreffenden Stellen (AMS, BH, etc.) nach!!! Kleine Fehler können große Auswirkungen mit sich bringen!

Erfahrungsberichte wären natürlich spannend!

Wenn ihr Erfahrungen mit verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten habt, bitte berichtet uns (übers Kontaktformular als Mail oder ihr postet unten)

AsylwerberInnen:

NEU: Dienstleistungsscheck: für „Haushalts- und Gartenarbeiten“ bei Privaten

Dienstleistungsscheck_fuer_AsylwerberInnenseit April können kleine Arbeiten für Private auch von Asylwerbern mit dem Dienstleistungsscheck entlohnt werden (Zuverdienstgrenze € 110,– beachten!) – Infos dazu findet ihr hier , es gibt auch ein Infoblatt vom Ministerium in Info_DLS_fuer_Asylwerber_deutsch_1.0, Info_DLS_fuer_Asylwerber_dari_1.0-2 und Info_DLS_fuer_Asylwerber_arabisch_1.0 (noch nicht getestet – über Erfahrungsberichte freuen wir uns!)

 

 

Werkvertrag:
auch hier: Achtung „Zuverdienstgrenze“ (110,–) – und Vorsicht bezüglich „Scheinselbständigkeit“!

Volontariat:
keine Bezahlung – keine „Arbeit“ sondern „Lernen“ ist angesagt! Und das Volontariat muss vom AMS bewilligt werden!

Lehre in Mangelberufen:
auch das ist (zumindest theoretisch) möglich – auch hier gilt die Zuverdienstgrenze und die Bewilligungspflicht beim AMS

gemeinnützige Arbeit: geht nur über die Gemeinden

  • Korneuburg lässt hier leider völlig aus (Vereine, die Arbeit anbieten wollen, können dies über die Gemeinde abwickeln – außer einem Projekt von SOS-Mitmensch-Korneuburg hat sich aber noch niemand gefunden)
  • in Stockerau und Langenzersdorf ermöglicht die Gemeinde den Asylberechtigten einen kleinen Zuverdienst – und unseres Wissens funktioniert das sehr gut….

Subsidiär Schutzberechtigte:

dürfen an sich „ganz normal“ arbeiten und brauchen keine gesonderte Bewilligung des AMS. Bei „Nebenjobs“ ist aber zu beachten, dass Zuverdienste über € 110,– / Monat die Grundversorgung reduzieren! Bitte vorher unbedingt bei der BH erkundigen!!!!

Asylberechtigte:

hier gilt das selbe wie für subsidiär Schutzberechtigte – bei der Mindestsicherung wird aber jeder Zuverdienst abgezogen! D.h.: Fulltime-Job wäre schön – „kleine Nebenverdienste“ sind legal eigentlich nicht möglich 😦

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