Dublin-Rückführungen nach Kroatien und Italien – Aufruf zur Demo am 26.11.!

Sehr viele Flüchtlinge, die seit dem Vorjahr oder Beginn 2016 in Österreich sind, sind derzeit von einer möglichen Rückführung nach Kroatien oder Italien betroffen.

Die Plattform „Flüchtlinge Willkommen“ – für eine menschliche Asylpolitik ruft am 26.11. (14 Uhr Westbahnhof) zu einer Demo unter dem Motto „lasst sie bleiben“ auf – Bitte geht dort hin!!!! (Und wer die Petition noch nicht unterschrieben hat… sie ist noch online!)

Die Vorgangsweise, die bei Dublin-Rückführungen an den Tag gelegt wird, ist unerträglich!

Die Menschen werden – meist zeitig in der Früh – von der Polizei abgeholt, dürfen nichts mitnehmen und dann über ein „Zwischenlager“ nach Kroatien oder Italien überstellt.  Geschichten wie diese, kommen leider selten in die Medien, spielen sich aber tagtäglich ab. Und das Bundesamt für Migration rühmt sich für die Durchsetzung von Abschiebungen auf Twitter – hinter jedem dieser „Hashtags“ stehen Menschen und Schicksale, viele Stunden Integrationsarbeit, die mit einem Streich zunichte gemacht werden!

Die Diakonie hat den Europäischen Gerichtshof mit Dublin-Abschiebungen nach Kroatien befasst -leider wird es einige Zeit dauern, bis hier eine Entscheidung getroffen wird.

Man wirft den betroffenen Flüchtlingen „illegale Einreise“ vor – auch wenn sie damals, wie wir alle in den Medien gesehen und gelesen haben – von den Behörden nach Österreich und Deutschland „durchgewunken“ wurden. Beschwerden haben keine aufschiebende Wirkung und selbst wenn der Bundesverwaltungsgerichtshof einen Bescheid aufhebt, beginnt das BFA das Verfahren von Vorne, in der Hoffnung, dass „der Gegenseite“ die Luft ausgeht.
Man nimmt den Menschen ihr Handy ab, damit alle Kontakte, die im letzten Jahr aufgebaut wurden, abgebrochen werden und Informationen, wie es ihnen geht, unterbunden werden. Und unter den Flüchtlingen wächst die Angst, „der Nächste“ zu sein. Die ehrenamtliche HelferInnen, die damit konfrontiert sind, verlieren langsam aber sicher den Glauben an unseren Rechtsstaat. Was helfen Sonntagsreden und Lob für das Engagement, wenn die Integrationsarbeit mit einem Streich zunichte gemacht werden kann?

Also bitte: geht am 26.11. mit auf die Straße – und setzt ein Zeichen dafür, dass wir in Österreich nicht nochmal Zeiten erleben wollen, wo Menschen unter Zutun der Behörde „einfach spurlos verschwinden“ dürfen!

 

 

 

 

 

 

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